App Cloud - Erfahrungsbericht eines Web-Entwicklers

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Brightcove Germany an 24. Februar 2012

Während meiner 13-jährigen Zeit als Web-Entwickler und -Designer, bin ich immer relativ mühelos von einer brandneuen Technologie zur nächsten gewechselt. Zuerst Java, dann PHP, dann Ruby. Lange Zeit war ich sozusagen auf einer Art „Flash-Dampfer“ unterwegs: Ich nutzte von Prototype bis jQuery jede bedeutende UI-Bibliothek und hielt mich auch bei den Webstandards trotz ihres rasanten Entstehungstempos stets auf dem Laufenden. Aber wie viele Web-Entwickler verpasste ich dann den Sprung in Richtung mobile Anwendungen. Ich hatte keinerlei Erfahrung mit einfachen Programmiersprachen wie C++ oder Objective-C und auch nicht die Zeit, sie mir anzueignen. Und der Gedanke, „kleine“ Apps mit Java zu erstellen – einer Sprache, die mir immer umfangreich und klotzig erschien – war nicht gerade reizvoll.

Daher sah ich mir eine Reihe von Produkten für die Cross-Plattform-Entwicklung an, aber meine Erwartungen wurden jedes Mal enttäuscht:

  • Baukastensysteme oder „Factories“ für Apps, die RSS-Feeds in vorgefertigte Schablonen packen, führen tendenziell dazu, anspruchslose oder „Nullachtfünfzehn-Apps“ zu produzieren.
  • Bei Frameworks, die JavaScript oder ActionScript in nativen Code umwandeln, braucht man für die Erstellung und Kompilierung von Apps komplexe Werkzeugketten.
  • Frameworks, die Webseiten in native Shells setzen, bieten kaum etwas oder nichts von der notwendigen Infrastruktur, um die datengesteuerten Apps in der Produktivumgebung zu verwenden.

Als ich schließlich auf App Cloud, ein Framework für die Erstellung nativer mobiler Apps mittels HTML, CSS und JavaScript, stieß, war ich zunächst skeptisch. Würde sich App Cloud von den anderen Produkten, die ich ausprobiert hatte, unterscheiden? Würde es seine zahlreichen Versprechungen halten? Nach der Entwicklung meiner ersten wirklichen App kann ich jetzt klar mit einem eindeutigen „Ja“ antworten! Und das aus folgenden Gründen:

App Cloud spricht die Sprache der Entwickler
App Cloud setzt auf allen meinen fachlichen Fähigkeiten als Web-Entwickler auf: HTML, um Inhalte zu strukturieren, CSS, um sie in Form zu bringen, und JavaScript, um sie zu bearbeiten. Ich brauche mir keine neuen Sprachen anzueignen, um Content-gesteuerte „Rich Apps“ zu erstellen. In diesem Bereich haben sich Webtechnologien stets ausgezeichnet. Man vergleiche die Komplexität der Erstellung einer Tabellenansicht in iOS mit der Einfachheit der Erstellung einer Liste in HTML (es ist nicht vergleichbar!).

Außerdem kann ich über dem App Cloud SDK praktisch jede von mir gewünschte JavaScript-Bibliothek verwenden – ein großer Vorteil, denn so kann ich immer noch von meinen, in den vielen Jahren meiner Web-Entwicklungszeit vor Erprobung von App Cloud, erworbenen Tricks profitieren.

Mit AppCloud auf der Überholspur
Wenn ich Code schreibe, wechsle ich zwischen den Editoren BBEdit und vim. Ich habe auch andere Editoren ausprobiert, komme aber immer wieder auf diese beiden als Komfortabelste zurück. Bei App Cloud kann ich glücklicherweise mit meinen vertrauten Tools arbeiten. Da App Cloud außerdem Standard-Webtechnologien nutzt, kann ich außerdem Chrome Developer Tools verwenden, um meine Programmierung auf dem Desktop zu prüfen und zu debuggen. Ich habe bei App Cloud also die freie Wahl – während einige andere Systeme am Rockschoß von XCode oder Eclipse hängen, einer schwerfälligen und wahnsinnig komplizierten Java-basierten IDE.

 



Endlich mal ein spannender Workshop
Mit der App Cloud Workshop-App für iOS und Android kann ich meine Apps direkt während der Entwicklung testen und ausprobieren. Nach Code-Änderungen klicke ich auf den „Refresh“-Button und sehe sofort die Ergebnisse. Für Web-Entwickler ist diese Art der schnellen Iteration – Code, Refresh, Repeat – ein ungeheurer Vorteil.



Denn während ein Großteil meiner Arbeit in einem Web-Browser auf dem Desktop getestet werden kann, gibt es keinen Ersatz für die Erfahrung, wie die App tatsächlich auf mobilen Endgeräten läuft. Mit der Workshop-App ist dieser Prozess kinderleicht.

Dafür gibt´s ein API
App Cloud bietet eine sehr einfache JavaScript-Brücke zu Endgerät-spezifischen Funktionalitäten wie Kamera und Fotobibliothek. Das ist eine Möglichkeit, die in einer herkömmlichen mobilen Webseite nicht besteht. Der Zugriff auf die Kamera, um einen QR-Code zu scannen, funktioniert so:
bc.device.getQRCode(
function (data) { // do something },
function (error) { bc.device.alert("Oops!" + error.errorMessage);} );

App Cloud Studio: spritziges Kompilieren
Kürzlich installierte ich die Android-Entwicklertools, um eine App zu kompilieren, die ich in einer anderen Umgebung erstellt hatte – eine Übung, die dem Aufbauen eines IKEA-Regals nicht unähnlich ist. Die Anweisungen waren unverständlich, es brauchte einen halben Tag und das Ergebnis war etwas „wacklig“.

Mit App Cloud Studio werden meine Apps auf Knopfdruck (gut, sagen wir besser dem Drücken „einiger“ Knöpfe) in der Cloud kompiliert. In nur wenigen Minuten sind die kompilierten Apps bereit für den Download und ich kann sie an die verschiedenen App-Stores übertragen – ohne dass ich spezielle Tools verwenden muss.



Content-Optimierung: weniger ist mehr
In Content-gesteuerten Apps – und speziell in Content-gesteuerten mobilen Apps –bildet der Content selbst oft den größten Engpass. App Cloud beschleunigt meine Apps hierbei auf besonders wirkungsvolle Weise:

  • App Cloud entfernt unnötige und unerwünschte Daten aus meinen Content-Feeds, komprimiert diese danach und speichert sie im Cache, um sie so für tausende von Endgeräten hochverfügbar zu machen. Mein Blog Feed schrumpfte nach Optimierung und Komprimierung von 39KB auf 4KB – das bedeutet eine Reduktion von über 90 Prozent!
  • App Cloud passt blitzschnell die Größe von Bildern an und speichert sie im Cache. Die kumulativen Effekte der Bild-Transcodierung sind nicht zu überschätzen: Eines meiner Blog-Bilder wurde von 125KB bei 425 Pixeln Breite auf 8KB bei 200 Pixeln Breite, also um 94 Prozent verkleinert. Multipliziert man das mit der Zahl der Bilder in meinem Blog, der Anzahl der User und der Zahl der Sessions pro User, sprechen wir hier über sehr große Einsparungen!




Studien haben gezeigt, dass gerade die Ladezeiten der entscheidende Faktor für den Zugriff auf Webseiten sind. Mit App Cloud habe ich als Entwickler damit eine Sorge weniger.

„Set it and forget it“? Nicht bei App Cloud
Erinnern Sie sich an den „Showtime“-Grillofen? Hier gilt: Set it and forget it! Wenn nur Apps ebenso einfach wären. Content-gesteuerte Apps wie Webseiten erfordern häufig nach der Implementierung noch Konfigurationsänderungen. Mit dem App Cloud Studio kann ich Daten, die Gestaltung und andere spezifische Einstellungen verändern, nachdem eine App bereits in Betrieb ist und ohne Rekompilierung und erneuten Transfer der App an die verschiedenen App-Stores weitergeben.



Dies bietet nicht nur mir als Entwickler eine extreme Flexibilität, es lässt auch zu, dass mich Kollegen beim App-Mangament unterstützen können.

Und mehr noch: Durch die Fähigkeit, Daten, Einstellungen und Stile im App Cloud Studio zu ändern, kann ich viele Apps auf Basis einer einzigen Vorlage erstellen, ohne dass ich zusätzlichen Code schreiben muss. Dieses Potenzial lernte ich wirklich schätzen, als ich zwei verschiedene Apps aus derselben Vorlage erstellte:



Denn dafür musste ich einfach nur Daten-Feeds austauschen und einige Einstellungen anpassen. Ich konnte freier Hand über die Design- und Konfigurationsoptionen verfügen. Das aufgeführte Beispielmuster lässt sich im Open Source Repository von Brightcove herunterladen.

Sharing bedeutet Caring
Während App Cloud zwar nicht das Problem löst, sich mit dem Art Director gut zu stellen, erleichtert es doch den Kollegen, meine Apps bequem in ihren eigenen Büros zu testen. Beispielsweise kann ich direkt aus der Workshop-App Screen Shots senden:



Oder ich kann mit jedem Kollegen, der über die Workshop-App verfügt, einfach dadurch eine Vorlage komplett gemeinsam nutzen, dass ich ihm die URL oder den QR-Code sende:

100% Cloud-Abdeckung
App Cloud ist der One-Stop-Shop für fast alles, was ich für das Management und die Monetarisierung meiner Content-Apps in der Produktivumgebung brauche – von der nativen Anzeigeneinspeisung bis zur Echtzeit-Analytik. In der Rubrik Analytik kann ich beispielsweise von der Summe der Installationen bis hin zur gesamten Nutzungsdauer genau sehen, welche Ergebnisse meine Apps in freier Wildbahn erzielen:



Und weil App Cloud serviceorientiert und alles inklusive bietet, erhalte ich Performance-Verbesserungen und Funktionsaktualisierungen gratis. Daher bin ich sehr neugierig auf das, was noch kommen wird: Push-Benachrichtigungen, App-internes Bestellen, Facebook-Integration, Unterstützung zusätzlicher Plattformen und mehr.

Wer die App Cloud selbst ausprobieren möchte, kann sich unter register.brightcove.com/app-cloud für ein kostenloses Konto registrieren und das SDK aus App Cloud Studio herunterladen. Ein Download zur Workshop-App steht unter bit.ly/workshop (iOS) oder bit.ly/aworkshop (Android) zur Verfügung. Über die Mailingliste groups.google.com/group/bcappcloud erhalten Sie darüber hinaus schnelle Tipps und Unterstützung aus der Community.

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